Mit strömenden Regen ging es heute morgen schonmal los auf dem Weg zum Startpunkt in Solingen – Burg. Nicht sehr erfreulich. Glücklicherweise verzog sich der Regen aber noch rechtzeitig bevor wir losgewandert sind.20160723_092748

Angepeilt war die nächste Etappe auf dem Bergischen Weg. Solingen – Burg bis zu einem kleinen Parkplatz vor Leichlingen. Streckenmaß 14,6 km.

Kurze Zusammenfassung: Gute Markierungen, sehr fordernde Teilabschnitte, überwiegend Waldgebiete, einsam. Karte und GPX-Track am Ende des Beitrags.

Los ging es unter Schloß Burg an dem Parkplatz neben dem Cafe. Von dort aus gelangt man hinter einem Fachwerkhaus direkt wieder auf den Wanderweg. Aufgrund des Wetters und der Wahl der Wege hatten waren wir die meiste Zeit den Wald für uns alleine.image033

Wir trafen so selten auf jemand, dass wir gezählt haben und uns auf 14,6 km 7 Wanderer, 4 Mountain-Biker, 4 Gassigänger und 1 Joggerin begegnet sind. Sehr überschaulich.

Dafür wurden wir schon bald nach dem Aufbruch mit der ersten Steigung konfrontiert. Es sollte nicht die letzte sein auf dieser Etappe.image034

 

Weiter oben erwartete uns ein weißer Stein. Warum und weshalb war jetzt mal für uns nicht erkennbar, aber wir fanden es so bemerkenswert, dass wir uns gleich mal für ein Posing bereithielten. Das Wetter war im übrigens schwülwarm mit Nieselregen, so dass wir schon nach dem ersten Aufstieg kräftig ins Schwitzen kamen.

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Auf der Karte eingezeichnete Serpentinen-Wege sind auf dieser Etappe entweder sehr steil abwärts gehend oder gnadenlos bergauf.

Vorbei an einer Staumauer gings dann weiter. Ein kurzer Blick hinunter reichte. Drüber mussten wir nicht. Es war auf jeden Fall einen Blick wert.

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Manchmal frag ich mich was Hanni dabei denkt wenn sie unsere menschlichen Bauwerke so betrachtet.

Die Wege waren dann kurz wieder sehr schön.

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Für einen Teil des Weges haben wir uns die „Dangerous“-Einstufung ausgedacht. Etwa eine Viertelstunde wanderten wir ohne Geländer auf einem 50 cm breiten Streifen an dem es so einige Meter sehr steil hinab ging. Dafür haben wir für Personen mit leichter Höhenangst die Stufe 8 (Skala 1-10, von Schmetterlingsangriff bis Evil-Knevil-Selbstmord-Kategorie) vergeben. Gefühlt war es auf jeden Fall so, dass ein Tritt daneben reicht und du gehst rasant bergab. Mein Kumpel Meik hatte dabei seinen Rucksack mit der Mammut-Explorer-Gewichtung bestückt und 13,7 kg auf dem Rücken. Das machte es auch nicht leichter für ihn.

Ich hatte heute einen neuen kleinen Rucksack ausprobiert und brachte Pussy-mässige 3-4 kg auf den Rücken. Angesichts der unbekannten Steigungen die weitaus bessere Wahl.

Erwähnenswert ist im übrigen noch das Zusatzschilder auf die Sperrung einer Brücke über die Wupper hinweisen. Ich meine Wupper-Ströhne-Brücke war angeschlagen. Ein Hinweis auf die Sperrung/Umleitung ist auch auf der Internetplattform Bergischer Weg (Etappe 5)  zu finden. Der GPX-Track den ich mir von dieser Seite runterlud, wich daher von den Wandermarkierungen ab. Wir sind den Wandermarkierungen dann gefolgt und konnten ohne echte Probleme weiterwandern.image045

 

Mehrere sehr anstrengende Serpentinen-Wanderwege später, gerieten wir allerdings dann nochmal an eine sehr steile Passage die aus Felsen bestand. Das war dann doch schon ziemlich kraxelig und für manche Wanderer vielleicht nicht machbar.

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Einem uns entgegenkommenden Pärchen rieten wir dann auch von einem Abstieg hinunter bei der feuchten Witterung ab. (Dangerous-Wertung 7, Anstrengung 8)

 

Auf einer Bank wurde dann erstmal ein Päuschen eingelegt und mit einem Mountain-Biker über die steile Passage gesprochen. Dieser würde bergauf diese auch nicht fahren wollen, nur bergab. Auch an anderer Stelle begegneten uns Mountain-Biker die mit halsbrecherischem Tempo steile Wege hinunterpreschten. Nicht mein Ding.

Dafür erreichten wir ein Denkmal, dass Hanni gewidmet schien. Ok, nur auf den ersten Blick. Es ging um den Hund des Grafen von Berg, der ihm anno dazumal das Leben rettete und zum Dank ein Denkmal gesetzt bekam. Coole Sache.

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Weitere Impressionen von der Strecke:

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Leider aufgrund des Nieselregens ist der schöne Ausblick nicht wirklich gut erkennbar. Unterwegs noch eine Ameisenkolonie am Wegesrand betrachtet. Fand Hanni gar nicht lustig, als ihr die an den Beinen hochkrabbelten.image064
Auf den letzten 3 Kilometern wurden wir allerdings von Horden von Bremsen verfolgt. In der Zeit gab es dann kräftig Klatschen und ich hab ca. 30 Bremsen erledigt die hartnäckig unser Blut forderten.  Nachdem wir dann auf Leichlinger Gebiet den Wald verließen (und die zentrale Brutstätte der Bremsen) überquerten wir die L359.
Hier folgtem wir dem „Mann mit Schirm“, der anscheinend den gleichen Weg wie wir hatte. Wir grüßten freundlich und zogen an ihm vorbei. image066Wie weit er wohl heute noch wandern würde?
Besonders auffällig war auch die gelungene bunte Bepflanzung die uns an diesem Abschnitt erwartete. Für diese Art von Pflanzen schienen sie an der Ecke ein Faible zu haben.
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Dann nahte auch schon der letzte Abschnitt vor dem von mir ausgewählten Abholpunkt, einem kleinen Parkplatz.
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Zugleich durch den anhaltenden Nieselregens erfrischt und durchgeweicht erreichten wir unser Etappenziel. Hier legten wir noch eine kleine Wartepause bis uns unser Abholtaxi aufnahm.
Fazit: Einsame Strecke, sehr schön, guter Ausblick, aber schon fordernd. Verdammte Bremsen!
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