Bei strahlendem Wetter bin ich heute mal alleine mit Hanni losgezogen. Mein Spannmann ist leider ausgefallen.  Die Temperaturen sollten bis auf 30 Grad ansteigen, also eigentlich dann doch nicht das ideale Wetter. Ich hab mir die Tour aber nicht nehmen lassen und bin um 9:00 Uhr gestartet. Los ging es diesmal an der Tankstelle in Haan, direkt hinter der Ausfahrt (Fürs Navi hab ich Gruitener Str. 1 eingegeben). Geplant war die Abholung beim Naturfreundehaus in Wuppertal (  Greuel 27, 42349 Wuppertal). Das wäre eine Strecke von 13,4 km gewesen.

Hier die Links zu den offiziellen Wanderwegen, die ich in Teilen heute abgewandert haben:

Bergischer Weg 3 und Bergischer Weg 4

Der Beginn war schonmal schön. Allerdings gebe ich zu, image021dass ich den ersten Bogen abgekürzt habe und direkt über die Straße Fürkeltrath auf die Oberhaaner Str. gewandert bin. Da wäre ich halt auch auf dem regulären Weg hingekommen.

Danach habe ich mich aber an die Streckenführung gehalten. In dem Stadtteil Solingen-Gräfrath sind zwar jede Menge Markierungen, aber ich habe es trotzdem geschafft mich zu verfransen. Mit Hilfe meiner GPS-Software war ich aber nach einem kleinen Umweg schnell wieder auf dem richtigen Pfad. Durch die vielen kleinen Altstadt-Gässchen kommt man schon mal durcheinander. Dort habe ich im übrigen mehrere kleine Hotels mit Gaststättenbetrieb gesehen. Von daher gut gelegen als End- und Startpunkt für Mehrtageswanderer. Durch meinen kleinen Umweg bin ich am Deutschen Klingenmuseum in Solingen vorbeigekommen. Da muss ich unbedingt nochmal hin.image022

Vom eigentlichen Startpunkt der offiziellen Etappe 4 des Bergischen Weges gelangt man dann in ein sehr gepflegtes Waldstück mit Teichanlagen. Super Wanderwege, aber auch stärker frequentiert.

Nachdem man diese Wege hinter sich gelassen hatte, wurde es auch schon deutlich einsamer und entsprach dann wieder mehr meinem Geschmack.image023 image024

Kurz vor der Überquerung der Wupper kann man noch öfters eine sehr idyllische Waldvegetation geniessen und man wandert bergab. Was einen natürlich schnell schalten lässt.. Wo man bergab in ein Tal muss, da hat man auf der anderen Seite auch wieder was zu kraxeln.

image026Über eine kleine Brücke überquert man die Wupper und unterquert die L74 durch einen Tunnel. Da herrscht ein gehobener Lärmpegel. Aber auch das lassen wir schnell hinter uns.

Dann kommt der Aufstieg durch schattige Waldpfade. Generell kann man sagen, das ein Großteil der Wege diesmal schön schattig lag. Ich glaub ich wäre kaputt gegangen, wenn ich heute auch noch auf offener Pläne hatte laufen müssen.

Tja, der Aufstieg. Anstrengend. Ich hab mehrfach kurze Pausen eingelegt, weil mir die Temperaturen und der steile Berg dann doch zu schaffen machten. Aber weiter oben gibt es da eine einzige Bank im Wald an der ich dann erstmal eine Viertelstunde Rast einlegte. Ich erwähne es ja immer wieder gerne. Für Hanni nehme ich jedesmal was zu trinken mit. Aus dem Internet habe ich mir sogar extra einen faltbaren Napf beschafft. Aber nö, alles vorbereitet, hingestellt. Madame schnüffelt lieber in der Gegend rum. Am Ende habe ich mir das Wasser zur Abkühlung über den Kopf geschüttet.

image028 image027Getrunken hat sie dann lieber aus Bächen und Rinnsalen. Auch gut.

Der Teil mit dem Aufstieg und dem anschließenden Weg hat mir aber am Besten gefallen. Die Wege sind gut, aber du siehst für eine Stunde keinen Menschen.

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Irgendwann sah ich in der Ferne des Weges eine seltsame Aussichtsplattform. image030 Das musste ich mir anschauen. Es handelt sich dabei um den Adelenblick, wo man eine wirklich tolle Aussicht hat.

image031 IMG_1598 Ab da nahm dann leider das Chaos seinen Lauf. Vermutlich noch unter dem Eindruck des Ausblicks stehend, bin ich dann eine Waldweg entlang gegangen und sah dann auch wieder eine Wandermarkierung vor mir, der ich Angesichts des bevorstehenden Abschlusses forschen Schrittes folgte. Irgendwas war merkwürdig. Letztendlich fand ich mich auf der Straße Wahlert wieder. Falsch, ganz falsch. Offensichtlich war ich einen Teil der Strecke ohne es zu merken zurückgewandert.

Aber auch da wieder mit Hilfe der GPS Software einen alternativen Weg zurück auf die Route gesucht und der Straße Friedrichshammer gefolgt. Auch recht schön, solange einem nicht ein Auto entgegenkommt. Was ich angesichts der dezentralen Lage etwas komisch fand, dass es mehrfach vorkam.

Meine Frau schrieb mir derweil, dass sie mich nicht am Naturfreundehaus abholen könnte, da die Straße gesperrt sei. Wieder merkwürdig. Am Naturfreundehaus bin ich dann vorbei. Hier kann man auch zu Kaffee und Kuchen einkehren, was auch rege genutzt wurde. Etwas weiter hoch die Straße liegt eine Haltestelle wo eine kleine „Bimmelbahn“ fährt. Die konnte ich aber nur noch in abrauschen sehen. Was es nicht alles so in unserer Region gibt.

Die Straße Greuel und Greueler Straße habe ich mich dann bergaufwärts gekämpft um in die Zivilisation vorzudringen, die dann nach Angaben meiner Frau als nicht mehr gesperrt gelten würden. Gewundert habe ich mich schon über die rechts und links parkenden Autos. Wie sich herausstellte hatte ich in meiner Eile meiner Frau eine falsche Anschrift gegeben und sie wartete an ganz anderer Stelle. Sorry nochmal. 🙂

Nachdem das geklärt war, liess ich mich mit Hanni an einer Haltestelle auf der Berghauser Str. nieder. Nach einer geraumen Zeit trudelte dann auch das Abholfahrzeug ein und zufrieden wurde der Heimweg angetreten.

Geplant waren 13,4 km. Laut GPS-Tracker nach Umwegen sind es dann 15,2 geworden. Es war trotzdem ein schöner Tag, der mit anschließendem Grillen noch besser wurde.

Horrido!

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